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Elfie Haupt

Beitrag des Monats

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Winterfreuden...

Das neue Jahr hat gerade begonnen und kommt recht unfreundlich mit Sturm und Regen daher! Schaut man aus dem Fenster über die grünen Felder, könnte man eher meinen, sich im April zu befinden.  Erste Schneeglöckchen blühen im Garten und neugierig lugen Krokusse aus dem matschigen Boden.

Zu meiner Kinderzeit in den Fünfziger Jahren war das noch ganz anders. Die Winter waren knackig kalt und schneereich, besonders in den Monaten Januar und Februar.

Ich war noch keine zwei Jahre alt, aber an Schlittenfahrten und Rodeln mit meinem Vater kann ich mich bestens erinnern!Unser Dorf ist umgeben von Höhenzügen und so gab es einige Rodelbahnen. Die größeren Kinder rutschten auch schon mal auf dem Allerwertesten einen Abhang hinunter. Bei meinem Vater auf dem großen Schlitten, den meine Mutter aus ihrer Heimat Schlesien mitgebracht hatte, fühlte ich mich stets sicher und geborgen.

Dieser Schlitten, wenn er denn reden könnte, hätte gewiss viele Geschichten zu erzählen, so wie diese:

Zu Weihnachten war viel Schnee gefallen und meine Eltern hatten fast ihren Plan aufgegeben, über den Berg" ins Nachbardorf zu gehen, um die Oma zu besuchen.

Wie sollten sie auch mit dem Baby im Kinderwagen durch den hohen Schnee kommen!

Kurzerhand hatte mein Vater die Lösung. Der Kinderwagen wurde auf den großen Schlitten gepackt, festgebunden und los ging es!

Die Freude der Oma war dementsprechend groß, denn sie hatte bei den Wetterverhältnissen nicht mehr mit unserem Besuch gerechnet...

Als ich größer wurde, bauten wir auf dem Hof einen Schneemann mit Möhrennase, Besenarmen und Eierkohlenaugen. Doch die langen Schlittenfahrten mit Papa waren durch nichts zu toppen, auch wenn uns die Nasen rot froren und die Hände von der Kälte anfingen zu kribbeln. Das konnte sehr unangenehm sein!

Spätestens dann ging es nach Hause, wo es Kakao, Teekuchen und ein heißes Fußbad gab.


© Elfie Haupt